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luckertoni vs. German Superstars of Poker

Nach vielen, vielen Wochen gibt es endlich auch von mir mal wieder einen Blogeintrag. Was ist passiert in den vergangenen Monaten?

Also ich wohne immer noch bei meinem Kumpel in Hamburg zur Untermiete, habe aber jetzt ein anderes Zimmer gefunden in das ich zum 15.8.2007 einziehen werde. Freu mich schon drauf, denn auch wenn es mir bei Bolle und Tini natürlich sehr gut gefällt, ist es jetzt Zeit die beiden wieder allein in ihrem Glück zu lassen. Der Weg zur Arbeit bleibt auch fast der gleiche, dazu gibt um die Ecke noch ne U-Bahn-Station und ich muss mir nochmal gründlich überlegen, ob ich nicht auch mein Auto verkaufe, wird eigentlich viel zu selten genutzt.

Auf der Arbeit bei IntelliPoker gab es in den vergangenen zwei Monaten jede Menge Stress. Die WSOP 2007 hat so ziemlich all meine Energie in Anspruch genommen, drei freie Tage während dieser Zeit sprechen wohl für sich. Aber es hat sich glaub ich gelohnt, der News-Bereich wird gut angenommen und es gibt so gut wie keine negativen Kommentare, auch wenn natürlich noch lange nicht alles perfekt läuft. Aber wir arbeiten daran und wenn das Forum endlich online ist könnt ihr euch auf Lehr-Videos und Strategie-Artikel vom feinsten freuen – allerdings wird zunächst der Einsteiger-Bereich aufgebaut.

Viel gepokert habe ich eigentlich nicht in dieser Zeit – wann auch – hier und da mal ein paar SNG’s und kleinere Turniere bis max. $20 Buy-in. Der große Wurf blieb natürlich aus. Und mein erstes Sunday-Million (ich hatte mich über ein $8 Shootout qualifiziert) war ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt. Nachdem mein Chip-Stack lange Zeit Average war, habe ich im „Battle of the Blinds“ etwas zu aggro gespielt und ein Drittel meiner Chips eingebüßt. Meine letzten 14.000 habe ich dann zwar mit der besseren Hand gepusht, aber mein Gegner bekam Hilfe vom Board und ich war ca. auf Platz 1.800 draußen (1.200 kamen ins Geld).

Live habe zuletzt an zwei Turnieren im Casino Schenefeld teilgenommen. Beim €100-Freitagsturnier bin ich als 12 von 55 ausgeschieden. Da lief irgendwie überhaupt nichts zusammen, meine besten Starthände in den drei Stunden waren Q-Q, 10-10 sowie A-Q und A-J. Am Ende hab ich dann, nach einem Push vom Button, aus dem Big-Blind mit A-9 gecallt. Die Blinds lagen bereits bei 700/1.400, ich hatte nachdem ich den Big-Blind bezahlt hatte noch knapp 2.500 Chips übrig und mein Gegner hatte schon vorher jede Gelegenheit genutzt first-in zu pushen. Naja, diesmal hatte er mit 8-8 eine fertige Hand, die Hilfe vom Board blieb aus und das wars.

Das zweite Turnier kostete €200, was für mich dann doch schon recht viel Kohle ist. Aber da fast das ganze IntelliPoker-Team am Start war, ließ ich es mir nicht nehmen endlich mein erstes Turnier mit bzw. gegen Katja Thater, Jan von Halle, Sebastian „luckbox“ Ruthenberg, Roy von der Locht, Nils „peekon“ Neubauer, Marten „martenj“ Jensen und Patrick „patriksjold“ Neckelmann zu spielen. An der €100 „last-longer-bet“, die Katja schließlich gewonnen hat, hab ich mich allerdings nicht beteiligt. An meinem Tisch saßen dann auch gleich mal Patrik, Sebastian und Michelle Lam, die auch bei der WSOP gecasht hat, und es lief eigentlich ganz gut. Nachdem ich meine Pocket-Fives aus dem Small-Blind completen dürfte tauchte im Flop gleich eine weitere Fünf auf. Und da sonst keine Flush- oder Straigth-Gefahr drohte konnte ich schon slowplayen. Glücklicherweise hatte der Big-Blind ein Paar Könige getroffen und wollte sich davon auch nach meinem check-raise All-in am Turn nicht trennen. So war ich schnell gut dabei und sammelte in regelmäßigen Abständen ein paar kleinere Pötte ein. Am Ende machte mir die Struktur wieder zu schaffen, denn ich kam einfach nicht dazu first-in zu raisen. Im Gegensatz zu “luckbox”, der auch gern mal mit 10-2 off raist und auf dem Flop sogar mit Two-Pair belohnt wird - zum Glück nicht gegen mich. Als ich bei einem Average von 5.500 noch 4.000 Chips hatte versuchte ich dann mit A-J mein Glück. Die Blinds lagen bei 300/600 und nach einem Limper ging ich vom Cut-Off All-in. Alle foldeten, bis auf den Limper, denn plötzlich schienen seine Karten doch mehr als 600 wert zu sein und er zahlte die 3.400 Chips (womit er ebenfalls All-in war) mit A-Q. Schönen Dank auch und tschüss! Aber hat ja Spaß gemacht… und immerhin hatte ich Nils, Marten, Jan und Roy überlebt.

Ja ich denke das wars für heute. Hoffe ich werde in Zukunft wieder öfter zum bloggen kommen und werde dann auch mal ein paar Fotos machen, wenns mal wieder gegen die deutsche Elite geht ;)

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Netter Swing!

Endlich einmal wieder eine schöne NL25 Session auf Stars mit vier Stacks up! Und hier die beiden schönsten Hände:

http://www.pokerhand.org/?1075685

http://www.pokerhand.org/?1075670

bis denne,

euer lucker

Vorsicht Ruuuudi!!!!

Gestern Abend war wieder einmal Livepoker angesagt. Diesmal im Zollenspieker Fährhaus in Bergedorf etwas außerhalb von Hamburg. Das Shorty’s veranstaltete dort die mittlerweile 4. River Poker Night und wir traten fast mit der gleichen Crew wie vor zwei Wochen im Fish Hooks Club an. B@nd!t, Juri, Stephan, Daniel und Ruuuudi natürlich. Als Special Guest war auch David mit von der Partie. Vor ab noch einmal zur Erinnerung: Rudi hatte im Fish Hooks Club einen Gegner als Bluffer entlarvt und tatsächlich dessen All-In mit Highcard 10 gecallt. Auch diesmal sollte Rudi für äußerst spektakuläre Action sorgen, aber dazu später mehr.

 

Shorty's Logo      Daniel      Juri 

Gegen 19 Uhr hatten wir die Location Zollenspieker erreicht und nach dem Check-In ging es erstmal zum Buffet. Ich hatte mir eigentlich nicht besonders viel davon versprochen, fand das Angebot aber recht üppig. Auf jeden Fall bin ich richtig satt geworden und geschmeckt hat es auch. Dicker Pluspunkt!

 

Die Auslosung der Plätze ergab dann, dass mit Anke, Saskia und Regina gleich drei Mädels bei mir am Tisch saßen. Alle drei gaben spieltechnisch auf jeden Fall eine gute Figur ab, Saskia ließ sich allerdings zu oft die Rolle des Aggressors abjagen. Einmal konnte ich davon profitieren, als ich sie mit Pocket Achten gereraist und am Flop und Turn weiter Druck gemacht habe. Die höchste Karte auf dem Board war eine 9 im Flop, und die schien sie auch getroffen zu haben. Dennoch foldete sie nach meinem All-In am River, da sie scheinbar ein Kickerproblem hatte. Damit war ich erstmal gut über Average.

Ungefähr zur selben Zeit schlug dann die Stunde von Rudi. Bis zur ersten Pause hatte er seinen Startstack von 4.500 auf über 9.000 Chips ausgebaut. Aber was dann folgte war wieder einer dieser Moves, die in keinem Pokerlehrbuch zu finden sind. Rudi fühlte sich mal wieder provoziert von einem Gegenspieler, der ihn zuvor wohl mehrfach geraist hatte. Als dieser, nachdem auf dem Flop A-10-A auftauchte, dann All-In ging war Rudi nicht mehr zu Halten. “Call”, annoncierte er und zeigte im Showdown natürlich KEIN AS, sondern K-4. So geht’s nicht Ruuuudi, raus!!!

Robin aka Luckertoni      Der Henker mit den Jacks      David

Daniel und Juri waren zu diesem Zeitpunkt bereits ausgeschieden, wobei Daniel gleich in seiner ersten gespielten Hand richtig ins Klo griff. Mit K-10 auf der Hand traf er bereits am Flop zwei weitere Zehner und machte das, was wohl jeder von uns gemacht hätte: Betten! Leider war sein Gegner nicht aus dem Pot zu vertreiben und zeigte beim Showdown A-10. Mit seinen verbliebenen 400-noch-was Chips gab es dann mit den Cowboys noch die Chance zurückzukehren. Aber leider fand Daniel keinen zahlungswilligen Kunden und musste sich mit 225 Chips aus den Blinds begnügen. David versuchte sich nach seinem Ausscheiden noch bei einem Sit & Go, dass für den Sieger ein Ticket für die nächste River Poker Night bereit hielt, aber auch dort sollte es nicht für eine vordere Platzierung reichen.

 

Nach gut fünf Stunden Spielzeit lief dann auch meine Uhr ab. Zwar hatte ich bis dahin kaum spielbare Karten bekommen, lag aber immer noch nur knapp unter dem Durchschnitt und versuchte mich mit ein paar Steals über Wasser zu halten. “Irgendwann muss doch auch mal ein Monster auftauchen”, dachte ich. Dem war leider nicht so, und ich wurde langsam ungeduldig. Als dann Mister Callingstation mit nur mehr 2.500 Chips bei Blinds von 300/600 All-In ging, sah ich meine Chance den Störfaktor am Tisch, der immer wieder meine Stealversuche callen musste, vom Tisch zu nehmen. Ich hatte ihn auf ein kleines Paar gesetzt und entschied mich mit A-7 in Kreuz für den Call. Diese Entscheidung war allerdings nicht besonders intelligent ;), denn leider sollte es kein Coinflip werden. Callinho deckte A-9 auf und ich bekam natürlich keine Hilfe vom Board. Der Rest ist schnell erzählt. Mit Pocket Zehner erhielt ich meine beste Starthand des Abends (abgesehen von zweimal A-K) und mein Raise wurde von meinem Nebenmann gecallt. Der Flop kam in 9-8-4 und ich setzte nach. Dass ich nach der Bet am Flop allerdings commited war übersah im sicheren Gefühl vorne zu liegen. Also fand nach einer Queen am Turn auch der Rest meiner Chips den Weg in die Mitte. Und tatsächlich mein Widersacher hatte keine Dame auf der Hand, dafür aber Pocket Jacks. Mit genau 950 Chips wartete ich auf das nächste As, das auch wenig später zusammen mit einer Sieben (was sonst) eintrudelte. All-In! Selbstverständlich habe ich nicht darauf gesetzt, dass sich Anke im Big-Blind weigern würde weitere 350 Chips für den Call einzusetzten. Aber selbstverständlich habe ich gehofft, dass sie irgendeine Mülltonne auf der Hand hat. Dem war aber nicht so, Anke zeigte A-8 und ich bekam - na was wohl - keine Hilfe! Over and out!

 

Stephan      Pokersaal      B@nd!t

 

Wesentlich besser lief es für Stephan, der an seinem Tisch eine zeitlang den Henker spielte und - bei einem Average von ca. 7.000 - über 20.000 Chips hielt. Doch Stephan konnte diese Position nicht halten und begann dann ebenfalls einen verhängnisvollen Fehler. Die Blinds müssen so bei 500/1000 gelegen haben, als Stephan aus EP mit A-2 in Karo seine verbliebenen 11.000 in die Mitte feuerte. Zwei Caller, einer mit dem höheren As und Stephan war auf Platz 16 ausgeschieden.

Also ruhten unsere Hoffnungen auf B@nd!t. Und der zeigte, dafür dass er nicht gerade mit Traumkarten überhäuft wurde, eine Recht souveräne Vorstellung. Rumschubsen ließ er sich schon gar nicht, aber darüber wird er sicherlich in seinem Blog ausführlich berichten. Dennoch sollte auch er nicht den Weg an den Final-Table finden.

Den Turniersieg sicherte sich übrigens Anke, was mich auch nicht wirklich überraschte. Schließlich saß ich über fünf Stunden mit ihr am selben Tisch und muss sagen, dass sie wirklich jederzeit alles im Griff hatte. Natürlich verbunden mit dem Quäntchen Glück, das man braucht um ein Turnier zu gewinnen.

OK, das war mein Bericht von meinem ersten Shorty’s Live-Turnier. Die Veranstaltung hat auf jeden Fall gerockt, und es wird sicherlich nicht meine letzte Teilnahme bei der River Poker Night gewesen sein.

Heut Abend geht es dann nach Bremen in die Spielbank. Dort startet ein €400 Buy-In MTT, von dem ich für die PokerAcademy berichten werde. Wie es dort gelaufen ist könnt ihr dann morgen unter PokerAcademy.de nachlesen.

Bis dahin also,

euer lucker  

Brasilianische Schönheiten und Fish Hooks Club

Nachdem am Freitag der Ausflug in die Skihalle in Wittenburg, wo ein vom Shorty’s ausgerichtetes Pokerturnier stattfand, für mich ausfiel (hier ein Bericht im Forum der PokerAcademy). Freute ich mich um so mehr auf das Wochenfinale im Fish Hooks Club am Samstag. Zusammen mit B@nd!t, Juri, Daniel, Stefan und Rudi ging es aber zunächst ins Rodizio Restaurant im Haus des Sports. Fleisch am Spieß ist bei diesem samba1.JPGBrasilianer das Motto, und weil es zehn oder mehr verschiedene Fleischsorten gab, war für jeden etwas dabei. Wer da nicht satt wird hat auf jeden Fall etwas falsch gemacht oder ist einfach unersättlich. Zudem wurde auch noch für etwas Unterhaltung gesorgt. Ein Gitarre spielender Gaucho brachte da eine doppelte Busladung, die ihre Firmenfeier veranstalteten so richtig in Wallung. Wobei auch samba2.JPGder berühmte südamerikanische Gassenhaeuer “Ein Rudi Völler, es gibt nur einen Rudi Völler” nicht fehlen durfte. Uns dagegen brachten eher die Tanzeinlagen von zwei brasilianischen Schönheiten in Wallung. “Was für feste, knackige Hinterteile. Die nehmen wir nachher mit”, dachten wohl alle in unserer Sechserrunde unisono. Doch soweit kam es natürlich nicht. Dennoch, der Besuch hatte sich allemal gelohnt. Vollgestopft und zufrieden bezahlten wir unsere Rechnung und schlenderten mit einem guten Gefühl Richtung Ausgang.

Gegen 22:30 Uhr erreichten wir dann den Fish Hooks Club Pokerroom. B@nd!t, Juri, Daniel, Stefan und Rudi versuchten sich noch für das Wochenfinale zu qualifizieren. Aber daraus wurde leider nichts. Juri flog an seinem Tisch als Siebter aus, B@nd!t dagegen schaffte es ins Heads-Up. Dort war er allerdings mit einem Chiprückstand von mehr als 1:3 klarer Außenseiter und musste sich nach einigen Händen dann auch geschlagen geben. Sein Gegner traf aber auch nach belieben. Shit happens!

Daniel und seine beiden Kumpels spielten an einem anderen Tisch einträchtig nebeneinander. Und alle Drei hatten überhaupt kein Kartenglück. Aus Verzweiflung callte Rudi am Flop - ohne einen Treffer gelandet zu haben - sogar mit 10-4 das All-In eines Shortstacks, der zuvor wohl durch einen Bluff aufgefallen war. Dennoch sollte man zusätzliche 700 Chips (Blinds 50/100) nicht callen, wenn man rein gar nichts auf der Hand hat. ;) Aber Rudi war ja noch im Spiel.

Im Doppelpack erwischte es dann Daniel und Stefan. Daniel war mit 7-5 in Karo für seine letzten 650 Chips All-In gegangen (Blinds 75/150), wurde aber vom Small und Big Blind (Stefan) gecallt. Zu Recht wie sich herausstellte, denn während Daniel bereits am Flop drawing-dead war, zog Stefan mit einem kleineren Full-House als sein Gegner den Kürzeren. Rudi hielt sich noch eine gute Viertelstunde durch, dann war auch für ihn der Traum vom Wochenfinale geplatzt.

Kurz nach Mitternacht war es dann soweit: 30 Spieler traten zum Finale an. Wie gewohnt agierte ich zunächst sehr tigth, bekam aber im ersten Level (25/50) einmal A-K auf die Hand. Nach einem Limper vor mir raiste ich aus MP auf 200. Alle folden, bis auf den Limper rechts von mir. Der Flop kam ohne Overcards und mein Kontrahent bettete weitere 300 Chips. Ich foldete und zeigte meine Starthand - wer weiß für was es gut ist, dachte ich. Meine nächste einigermaßen gute Hand bekam ich erst zwei Level später (100/200). Nachdem mein Vordermann erneut gelimpt hatte setzte ich mit A-J wieder zum Raise an, diesmal 600 Chips, und wurde vom BigBlind gecallt. Alle anderen warfen ihre Karten in den Muck. Am Flop kamen dann der ersehnte Jack und zwei ungefährliche Karten. Da mein Stack nur noch gut 1.000 Chips betrug ging ich sofort All-In. Mein Gegner glaubte mir den Treffer allerdings nicht, callte mit A-Q und machte spätestens als der nächste Jack am Turn auftauchte dicke Backen. Damit konnte ich meinen Stack mehr als verdoppeln und war gut dabei.

Jetzt hieß es, das Image nutzten, Druck machen und noch ein paar Blinds einsammeln. Ich war zwar nicht der Chipleader am Tisch, konnte aber mit meinem Stack jedem Gegner herbe Verluste zufügen. Ich war in Angriffsstimmung und gab richtig Gas. Innerhalb der nächsten sechs Hände sammelte ich zweimal die Blinds ein, holte mir zweimal am Flop den Pott und bekam auf dem BigBlind sogar einen Walk. OK, meine Contibets am Flop waren durch zwei Sets natürlich gut abgesichert, und ein Slowplay kam aufgrund der Boardtextur nicht in Frage. Außerdem hatte ich einmal American Airlines gedealt bekommen. :)

Ich hatte also gute 5.000 Chips und die Blinds stiegen gerade auf 200/400, als die Tische neu sortiert wurden. Also erstmal zurücklehnen und gucken was die neuen Gegner so auf der Pfanne haben. Ich spielte dann nicht ein einziges Blatt, musste aber auch nur einmal Blinds bezahlen bis der Final-Table erreicht war.

Dort war ich dann lange Zeit ohne gute Karten, wurde zweimal nach einem Raise All-In gesetzt und damit zum Folden gezwungen. Mit nur noch 2.300 Chips auf der Hand, bei Blinds die gerade auf 800/1600 gestiegen waren, ging ich dann mit 5-5 in MP All-In und wurde erneut gecallt, was hatte ich auch erwartet. Dass der BigBlind callt war klar, und der andere Spieler war klarer Chipleader. Am Flop tauchten dann mit J-Q-x gleich zwei Overcards auf, und ich sah meine Felle davon schwimmen. Spätestens als nach einem König auf dem Turn gebettet wurde wusste ich, dass jetzt nur noch der Pokergott helfen kann. Und was soll ich sagen: Er war vor Ort und hatte meine Gebete erhört. Auf dem River grinste mich die erlösende 5 an, und ich guckte mit großen Augen in Richtung Daniel, der wohl auch dachte, dass ich weit hinten lag. Beim Showdown, der dritte Spieler hatte die Bet am Turn nicht mehr bezahlt, legte mein Gegner natürlich einen König auf den Tisch. Ich zeigte die erste Fünf und ließ mit einem breiten Grinsen die zweite Fünf folgen.

Damit hatte ich plötzlich wieder 7.600 Chips und wiederholte, bei noch sechs verbliebenen Spielern mein aggressives Spiel, das ich bereits im mittleren Teil des Tuniers durchgezogen hatte. Diesmal allerdings nicht mit Sets oder Pocket-Aces. Da jetzt aber sehr passiv gespielt wurde wuchs mein Stapel auf über 12.000 Chips an. Und als die Blinds bei 1.600/3.200 angelangt waren reduzierte sich die Anzahl Gegner schnell auf drei Spieler. Jetzt ging es hin und her, denn ein All-In jagte das andere, und wenn gecallt wurde gewann immer der mit dem kleineren Chipstapel. Das änderte sich auch im letzten Level mit Blind von 3.200/6.400 nicht. Mittlerweile waren natürlich einige Schlauschnacker rund um den Tisch versammelt. Irgendwie ging es wohl um eine Reise an die Ostssee, und die Bekannte eines Spielers (ich glaub nicht, dass es seine Freundin war) labberte mich nach einer verlorenen Hand voll, dass ich so aber keine Reise gewinnen werde. Ich antwortete nur, dass ich gerade zwei Wochen in Hamburg wohne und im Moment mit Sicherheit als letztes an die Ostssee fahren will. Wie auch immer, ich musste mich als Dritter verabschieden, da ich mit J-9 in Pik und nur noch 7.000 Chips All-In ging und gegen K-Q lief.

Dennoch war ich vor allem mit meinem Spiel hochzufrieden und hatte auch das nötige Glück, dass zwei-, dreimal der Aus-Schalter klemmte, als ich eigentlich schon klinisch tot war. :)

Als Dritter war ich dann sogar in den Preisrängen gelandet - der Vierte ging bereits leer aus, wie ich später dann erfahren habe - und zippochampus1.JPGbekam für meine Bemühungen (ich hatte für das Satellite eine Freikarte von B@nd!t bekommen und daher €0 investiert) ein echt schickes silbernes Zippo mit dem Fish Hooks Club Logo drauf und eine Flasche Champus. Das ist auf jeden Fall ein wesentlich cooleres Andenken, als eine Reise an die schmuddelige Ostsee zum Bingo spielen. Was der Zweite bekommen hat weiss ich allerdings nicht, aber das ging den meisten Teilnehmern so, und war mir im Endeffekt auch ziemlich Schnuppe. 

Danach drehten Daniel, Stefan, Rudi und ich noch eine Runde durch das “Laufhaus” aufm Kiez - was das wohl für ein Laden sein mag ;) -, und beschlossen den Abend mit einem Bierchen in der Astra-Bar.

Und damit verabschiede ich mich auch für heute und wünsch euch allen weiterhin ein gutes Blatt, solange ihr nicht an meinem Tisch sitzt ;) .

Euer lucker

Wochenende in Hamburgo!!!

Also vorab erstmal: Hamburg rockt, aber richtig!

Ich war echt begeistert von meinem ersten Wochenende an der Elbe. Am Freitag war ich kaum von der Arbeit zu Hause, da ging es erstmal mit Bolle zu einem seiner besten Freunde, die Grillsaison eröffnen. In dem kleinen Wohnort Eckel, ca. 25 Kilometer südlich von Hamburgo, hatte sich eine lustige Runde eingefunden und es ging bei Bier, jede Menge leckerem Grillfleisch und Würsten, endlich mal wieder um Dinge wie Fußball, Autos und…äh…ach ja, Mädels natürlich.:)

Besonders gefreut habe ich mich allerdings auf den Samstag, denn Cardshark-Blogger B@nd!t - einer der beiden Gründer der PokerAcademy für die ich seit Anfang des Jahres als News-Poster aktiv bin - hatte in den Hamburger Pokerroom Fish Hooks Club eingeladen. Selbstverständlich bin ich dieser Einladung nachgekommen und nach einem sehr leckeren Essen beim Italiener war es dann soweit. Und damit komm ich auch schon zu einem entscheidenden Unterschied zwischen Bremen und Hamburg: In Hamburg gibt es geile Locations in denen ausschließlich gepokert wird! Der Fish Hooks Club ist in diesem Bereich dann auch ganz weit vorne. Keine gehobene Casino-Klasse, keine heulenden oder pfeifenden Automatenspiele und das ganze Gedudel. Einfach Treppe hoch, rein in die Zocker-Höhle und eingtragen in die Liste für das nächste Satellite zum Wochenfinale. Zugegeben es war zunächst nicht viel los, gerade einmal an zwei der fünf Tische machten Karten die Runde, aber der Laden hat einfach eine spezielle Atmosphäre, die man eigentlich nur aus Filmen kennt. In der Mitte eine lange Bar, linker Hand zwei und rechts drei beleuchtete Pokertische, die auf Kundschaft warteten.

Da es aber nicht den Anschein machte, dass bei dem herrlichen Wetter noch der große Ansturm zu erwarten ist, haben sich B@nd!t und Juri (ein guter Kumpel von ihm) ebenfalls früh in die Liste eingetragen. Damit saßen wir Drei also am gleichen Tisch und statt wie zunächst angekündigt acht waren es zu Beginn des Qualifiers sogar zehn Spieler. Juri saß zu meiner rechten und B@nd!t vier Pläzte weiter links. Die Runde ging gleich flott los und ich registriert schnell, dass hier doch ziemlich loose gespielt wird. Da wurde ein Preflop-Raise gerne mal mit K-J oder weniger gecallt. Wir drei hielten uns allerdings erstmal zurück. Den ersten schönen Pott konnte Juri einsacken, und wenig spätger waren B@ndit und ich dann mit von der Partie. Ich hab mit A-4 suited einfach mal reingelimpt, und hatte Glück, dass gleich vier Spieler mit dabei waren. Der Flop kam dann auch in 4-4-8 und ich dachte “nett, erstes Spiel erster Hauptgewinn”. Und zu allem Überfluss wurde vor mir noch ein Mindesteinsatz gebracht und ebenfalls vor mir gecallt. Ich hatte noch meinen Anfangsstack von 2000 minus zweinmal Blinds (25/50 und 50/100). Im Pott waren glaub ich 700 Chips, und nach der Min-Action vor mir habe ich mich entschieden gleich Dampf zu machen und 1000 Chips in die Mitte gefeuert. B@nd!t sagte mir später, dass er ebenfalls rangehen wollte und war erleichtert, als ich ihm erzählte was ich unter der Hand versteckt hatte. Naja, auf jeden Fall ging der Pott ohne Gegenwehr zu mir, und ich konnte mich erstmal beruhigt zurücklehnen. Dachte ich, denn etwas später bekam ich A-J in Karo. Die Blinds waren 100/200 und vor mir gab es wieder einen Limper, so dass ich mich in MP für ein Raise auf 800 entschied. Leider gab es hinter mir dann ein All-In und ich war in der Zwickmühle. Nach dem insgesamt loosen Spiel am Tisch bisher habe ich dann schon überlegt zu callen, mich aber doch besinnt und meine restlichen Chips nochmal gezählt. Knapp 1600, genug um noch was zu reissen und daher klarer Fold! Mein Gegner zeigte dann seine beiden Jacks und ich habe erstmal tief durchgeatmet.

Ohnehin war ich sichtlich nervös geworden, so dass meine Hände zitterten. Als ich dann nur noch 975 Chips hatte, B@nd!t war ohne vernünftige Karten bereits ausgeschieden, wurde ich richtig nervös und bekam A-Q offsuit auf die Hand. Juri spielte zu meinem Glück etwas zu passiv und limpte vor mir in den Pott. Ich zögerte keine Sekunde mit dem All-In und wurde tatsächlich von drei Spielern gecallt. Schöne Kacke dachte ich und fieberte dem Flop entgegenen. 10-J-K rainbow, ship it, die Nuts. Mein Puls schlug jetzt wesentlich schneller und ich konnte es kaum erwarten bis die anderen Karten aufgedeckt wurden, schließlich gab es für die anderen noch die Gelegenheit für Action zu sorgen. Zum Glück tauchten am Turn und River keine gefährlichen Karten mehr auf, und plötzlich war ich ganz weit vorne mit dabei.

Bei der nächsten guten Hand hatte ich etwas Dusel, denn aufgrund meines zweiten Fehlers beim betten (ich nabe mehrfach die 500er Chips mit 1000er verwechselt, dabei waren gar keine tausender im Spiel) war mein Pre-Flop-Raise mit K-K auf 1600 bei Blinds 400/800 recht mager ausgefallen. Das dachte mein Nachbar dann wohl auch und callte seine suited-connectors. Am Flop dann ein weiterer König, und zwei Pik für meinen Gegner. Ich natürlich All-In und er schob seinen Rest rein. Am River war der Flush dann perfekt, glücklicherweise nicht für mich, denn die Pik-Sieben bescherte mir ein Full-House, very nice! Nachdem der Dealer dann auch gemerkt hatte, dass mein Kontrahent sich zu früh gefreut hatte wanderte ein weiterer Stapel Chips auf meine Seite.

Im abschliessenden Heads-Up hätte ich es dann sicher leichter haben können, aber ich habe auf die offensichtlichen Tells meines Gegenübers nicht entsprechend reagiert bzw. diese gar nicht wahrgenommen. Dennoch reichte es am Ende mit Ace-High zum Sieg. Geile Sache und am Samstag steigt dann das Wochenfinale!

Den Abend haben wir dann mit einem Bier in der völlig überfüllten Astra-Bar am Hans-Albers-Platz ausklingen lassen. Auf dem Kiez war ohnehin die Hölle los, kein Wunder bei dem geilen Wetter. Das hatte schon was von Volksfeststimmung.

So, ich denke damit werde ich es bewenden lassen, denn die nächsten spannenden Live-Games stehen am Freitag im Shorty’s und natürlcih Samstag im Fish Hooks Club auf dem Programm.

Bis dann, (hoffentlich mit Fotos, denn diese Woche gibts ein neues Handy, freu)

euer lucker 

 

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Fishtown Poker expandiert

Ich bin übrigens auch noch da und es hat sich einiges getan in den letzten Wochen, was mich dann auch davon abgehalten hat für den Blog zu schreiben.

 

hamburg1.jpgDas wichtigste vorab: Ich habe die schöne und beschauliche Hansestadt Bremen verlassen! Dennoch bleibe ich ein waschechter “Fishtowner”, denn mein neues Domizil liegt nur ca. 120 Kilometer entfernt in der ebenfalls sehr schönen, aber wesentlich aufregenderen Hansestadt Hamburg.

Die feindliche Übernahme Hamburgs wurde am Osterwochenende vollzogen, und damit ist Fishtown Poker ab sofort ganz nah dran am spannenden Geschehen in der deutschen Pokerszene.

Einen kleinen Vorgeschmack wie nah bekommt ihr, wenn ihr euch den aktuellen Eintrag im PokerStarsBlog von 50outs reinzieht. Denn ich war zufällig live vor Ort im Casino Schenefeld und hab (wohlgemerkt als Zuschauer) ganz schön dicke Backen gemacht, als die 500-Euro-Noten wie Monopolygeld über den Tisch flogen. Beim nächsten Mal werde ich mit Sicherheit eine Kamera am Start haben.

Ihr dürft euch in Zukunft also auf Berichte aus erster Hand freuen!

Pokertechnisch arbeite ich zurzeit mit Hochdruck daran endlich SilverStar auf PokerStars zu werden. Und es sieht gut aus: Nach anfänglichen Schwierigkeiten auf NL 25, mit sechs Stacks down, geht es aufwärts. Mittlerweile bin ich sogar im Plus und habe über die Hälfte der nötigen 1.500 Punkte erspielt. Ship it!

So das muss erstmal reichen. Denn heute geht es ab in den Fish-Hooks-Club! Bericht folgt…

Nr. 5 - Das Finale

So damit ist auch der letzte Teil online. Bin da doch etwas ruhiger geworden, ging aber auch hoch her im Chat.

http://www.myvideo.de/watch/1076819

Nr. 4

Ja es liegt an der Zeit im Moment, aber hier der nächste Teil und der letzte kommt ganz bestimmt heute Abend.

http://www.myvideo.de/watch/1052397

Nr. 3

http://www.myvideo.de/watch/1049644

Nr. 2

Da sehr viele User nicht über den I-Explorer auf den Blog zugreifen und z.B. Mozilla Schwierigkeiten mit der Darstellung hat ab jetzt die Links:

http://www.myvideo.de/watch/1047510